Um das Teilen von Energie in Gemeinschaften, die erneuerbare Energien nutzen, attraktiv zu machen, sind finanzielle Anreize von großer Bedeutung. Ziel ist es, innerhalb solcher Gemeinschaften die Möglichkeit zu schaffen, Strom, der gleichzeitig von Mitgliedern verbraucht wird, zu einem günstigeren Preis anzubieten. Dies fördert den lokalen Verbrauch und bietet den Mitgliedern direkte Vorteile durch die Nutzung selbst erzeugter Energie.
Finanzielle Anreize für Energy Sharing in erneuerbaren Energie-Gemeinschaften fördern die lokale Energieerzeugung und -nutzung, was zu einer stärkeren Akzeptanz und Teilnahme der Gemeinschaftsmitglieder führt. Durch Vergünstigungen wie reduzierte Nebenkosten und Prämien für den synchronen Verbrauch können Mitglieder unmittelbar von ihrem Beitrag zur Energiewende profitieren, was die Investition in erneuerbare Technologien attraktiver macht. Zudem unterstützen solche Anreize die Verteilungsgerechtigkeit innerhalb der Gemeinschaft und tragen zur Entlastung der Energienetze bei, was insgesamt die Resilienz des Energieversorgungssystems stärkt.
Aktuell wird für Energy Sharing Förderung benötigt, um Wirtschaftlichkeit zu ermöglichen.
Quelle: Brinkmann J (2023)
Derzeitig werden jegliche Energieverkäufer wie Energieversorger behandelt.
Quelle: Deutsche Energie-Agentur (2022)
Die bürokratischen Hürden sind für kleine Versorger zu hoch.
Quelle: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (2022)
Es gibt fast keine Vorteile sich regional und unabhängig zu versorgen.
Quelle: Brinkmann J (2023)
Es werden zwei verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt: Prämienzahlung oder Reduktion von Stromnebenkosten.
Quelle: Germanwatch (2022)
Ausführliche Maßnahmenbeschreibung
Ein spezieller Anreiz für den flexiblen Verbrauch könnte durch Vergünstigungen wie reduzierte Stromnebenkosten oder eine Bonuszahlung für gleichzeitig genutzten Strom realisiert werden. Dies könnte eine Senkung von Netzentgelten und anderen Stromgebühren wie Konzessionsabgaben und die Umlage für Kraft-Wärme-Kopplung umfassen, mit möglichen Einsparungen von bis zu 7,84 Cent/kWh. Eine Alternative wäre ein Bonus für den gleichzeitigen Verbrauch ähnlich dem Konzept des Mieterstroms.
Weiterhin könnten die Netzentgelte und andere Nebenkosten für den Verbrauch gemeinschaftlich erzeugter Energie gesenkt werden, um die Netze zu entlasten, ein Ansatz, der bereits in Portugal umgesetzt wird. Eine andere Möglichkeit wäre eine Marktprämie, ähnlich der nach §20 EEG, die erneuerbare Energiegemeinschaften erhalten könnten, unabhängig davon, ob der Strom an der Börse verkauft oder innerhalb der Gemeinschaft genutzt wird. Zusätzlich könnte eine Prämie pro genutzter Kilowattstunde zum Erzeugungszeitpunkt für Mitglieder eingeführt werden.
Die Einführung finanzieller Anreize ist entscheidend, um Energy Sharing für Gemeinschaften attraktiv zu gestalten. Die Ausgestaltung von Stromnebenkostensenkungen oder Prämien muss jedoch sorgfältig erfolgen, um eine gerechte Kostenverteilung zu gewährleisten und die Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit zu sichern.
Hintergrund
Aktuell werden alle Energieerzeuger unabhängig von ihrer Größe denselben Anforderungen unterworfen, was insbesondere für kleinere Betreiber zu unverhältnismäßig hohen Einstiegsbarrieren führt. Darüber hinaus bietet das bestehende System kaum Anreize für deren Teilnahme am Energieaustausch, wodurch aus der Perspektive der Bürger kaum Motivation besteht, sich am Aufbau eines dezentralen Energiesystems zu beteiligen. Es ist notwendig, diese Bedingungen zu reformieren, um den Beteiligten einen tatsächlichen Nutzen zu bieten.
Potentiale
Förderung von Energy Sharing motiviert Einzelpersonen sowie kleine und mittlere Unternehmen dazu, vermehrt in Anlagen zur erneuerbaren Energieerzeugung zu investieren. Darüber hinaus eröffnet es auch Bürger:innen ohne eigenes Grundstück oder Ausbaufläche Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Teilhabe.
Quelle: Germanwatch (2022)
Durch die Anpassung der Netzentgelte können regionale Flexibilitäten besser genutzt werden.
Quelle: Deutsche Energie-Agentur (2022)
Durch die Schaffung von Anreizen werden mehr Flächen und Ressourcen für den Ausbau erneuerbarer Energien frei.
Quelle: Brinkmann J (2023)
Risiken
Die Bevorzugung von Energiegemeinschaften benachteiligt große Stromversorger. Allerdings werden diese nicht verdängt sondern die Versorgung lediglich ergänzt.
Quelle: Germanwatch (2022)
Durch die Reduktion der Netzentgelte für Energiegemeinschaften sinkt der Beitrag der für die Allgemeinheit zum Erhalt der Systeme notwendig ist. Allerdings werden auch die Netze entsprechend weniger belastet.
Quelle: Brinkmann J (2023)
In Spanien wurde beispielsweise die gemeinschaftliche Eigenversorgung durch Anpassungen im Abgaben- und Umlagensystem eingeführt. Dadurch können Teilnehmer:innen das Netz nutzen und Überschussstrom an andere liefern, ohne auf Energieversorgungsunternehmen angewiesen zu sein.
Das Funktionsprinzip der italienischen Version des Energy Sharing ist von einem Anreizsystem geprägt. Eine Vergütung von 11 Cent pro Kilowattstunde wird für den innerhalb der Gemeinschaft erzeugten und verbrauchten Strom gewährt. Mitglieder, die den Strom während der Erzeugungsphasen nutzen, werden belohnt. Die Absicht hinter den 11 Cent pro Kilowattstunde ist es, diese Verbraucher zu unterstützen, indem sie entsprechend weniger für diese Strommengen zahlen müssen. Dies fördert ein verbraucherfreundliches Verhalten, das dem Netz dienlich ist. Wenn die Erzeugungsanlagen Strom in das öffentliche Netz einspeisen, erhalten sie die gesetzlich festgelegte Vergütung für diese Mengen
Babilon L, Battaglia M, Robers M (2022). Energy Communities: Beschleuniger der dezentralen Energiewende. Deutsche Energie-Agentur
Wiesenthal J, Aretz A (2022). Energy Sharing: Eine Potenzialanalyse. Institut für ökologische Wirtschaftsforschung
Germanwatch (2022). Energy Sharing – Überblick und offene Fragen
Brinkmann J (2023). Energy Sharing in der deutschen Energiewirtschaft: Analyse von Chancen und regulatorischem Rahmen zur Umsetzung von Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften auf Grundlage der Renewable Energy Directive II
Laura König (2023). Neues Prämien-Modell für Energy Sharing, Klimareporter
Manso Á, Ribó D, Gómez T, Alcázar M (2022). Local energy communities modelling and optimisation considering storage, demand configuration and sharing strategies: A case study in Valencia (Spain)
Zuständige Bundesminister:innen
Bundestagsabgeordnete aus den zuständigen Ausschüssen
In Spanien wurde beispielsweise die gemeinschaftliche Eigenversorgung durch Anpassungen im Abgaben- und Umlagensystem eingeführt. Dadurch können Teilnehmer:innen das Netz nutzen und Überschussstrom an andere liefern, ohne auf Energieversorgungsunternehmen angewiesen zu sein.
Das Funktionsprinzip der italienischen Version des Energy Sharing ist von einem Anreizsystem geprägt. Eine Vergütung von 11 Cent pro Kilowattstunde wird für den innerhalb der Gemeinschaft erzeugten und verbrauchten Strom gewährt. Mitglieder, die den Strom während der Erzeugungsphasen nutzen, werden belohnt. Die Absicht hinter den 11 Cent pro Kilowattstunde ist es, diese Verbraucher zu unterstützen, indem sie entsprechend weniger für diese Strommengen zahlen müssen. Dies fördert ein verbraucherfreundliches Verhalten, das dem Netz dienlich ist. Wenn die Erzeugungsanlagen Strom in das öffentliche Netz einspeisen, erhalten sie die gesetzlich festgelegte Vergütung für diese Mengen
Babilon L, Battaglia M, Robers M (2022). Energy Communities: Beschleuniger der dezentralen Energiewende. Deutsche Energie-Agentur
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Manso Á, Ribó D, Gómez T, Alcázar M (2022). Local energy communities modelling and optimisation considering storage, demand configuration and sharing strategies: A case study in Valencia (Spain)
Zuständige Bundesminister:innen
Bundestagsabgeordnete aus den zuständigen Ausschüssen