Atomkraft bezieht sich auf die Energieerzeugung durch Kernspaltung in Kernreaktoren. Diese Technologie wird in Deutschland seit 2023 nicht mehr eingesetzt.
Die Relevanz der Atomkraft für die Klimaneutralität wird oft diskutiert, da sie bei Betrieb keine Treibhausgase freisetzt. Dennoch birgt sie hohe wirtschaftliche Kosten und langfristige Risiken, die ihre Nutzung als nachhaltige Energiequelle fragwürdig machen.
Während der Betrieb von Kernkraftwerken emissionsfrei ist, entstehen erhebliche Treibhausgase beim Bau der Anlagen und der Gewinnung, Verarbeitung sowie beim Transport und der Endlagerung von Brennstoffen. Diese Emissionen und die Herausforderung der sicheren Endlagerung hochradioaktiver Abfälle über Tausende von Jahren tragen erheblich zur Umweltbelastung bei.
Die historische Subventionierung der Atomkraft in Deutschland belief sich über den gesamten Zeitraum seit 1955 bis 2022 auf über 58,9 Milliarden Euro, inklusive Kosten für Zwischen- und Endlagerung. Trotz dieser massiven Investitionen ist die Technologie nicht wirtschaftlich und bleibt aufgrund der Endlagerproblematik eine Belastung für zukünftige Generationen. Erneuerbare Energien sind im Vergleich deutlich kostengünstiger und schneller umsetzbar.
Die größten Hürden der Atomkraft sind die enormen Kosten und langen Zeitrahmen für Bau und Inbetriebnahme neuer Reaktoren. Bis zur Marktreife neuer Anlagen vergehen oft Jahrzehnte, während die Erneuerung alter Anlagen ebenso langwierig und teuer ist. Dazu kommen ungelöste Fragen der sicheren Endlagerung radioaktiver Abfälle und die Abhängigkeit von importierten Brennstoffen, hauptsächlich aus politisch instabilen Regionen.
Das letzte Atomkraftwerk in Deutschland wurde 2023 abgeschaltet und wird seitdem abgebaut.
Quelle: Technische Universität Berlin, Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (2023)
Zu den Kosten für Atomkraft gehören auch die Kosten für den Abbau der Kraftwerke, Forschung, Prävention von Unfällen und die aufwändige Endlagerung.
Die Kosten zur Produktion von einer Kilowattstunde Atomstrom sind bis zu viermal so hoch, wie die Kosten einer Kilowattstunde Wind- oder Solarenergie.
Quelle: Technische Universität Berlin, Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (2023)
Im Zeitraum zwischen 1950 und 2008 wurde die Kernenergie mit rund 82,4 Mrd. € Finanzhilfen, 112,5 Mrd. € Steuervergünstigungen sowie 44,4 Mrd. € Förderwert von budgetunabhängigen staatlichen Regelungen bezuschusst. In der Summe betrug die Zuschussförderung damit über 239 Mrd. EUR (in Preisen von 2010). Laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle kamen im Folgezeitraum bis 2023 rund 20 Mrd EUR hinzu, davon etwa die Hälfte für die (Zwischen-) Lagerung von Atommüll.
Quelle: Green Budget Germany, Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (2010)
Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (2020) Gesellschaftliche Kosten der Atomenergie in Deutschland
Technische Universität Berlin, Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (2023) Ökonomische Aspekte der Atomkraft
Green Budget Germany (GBG), Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V (2010) Staatliche Förderung der Atomenergie im Zeitraum 1950 – 2010
Kenfo Geschäftsbericht 2022
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (2023) Pressemitteilung Deutschland beendet das Zeitalter der Atomkraft
Zuständige Bundesminister:innen
Bundestagsabgeordnete aus den zuständigen Ausschüssen
Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (2020) Gesellschaftliche Kosten der Atomenergie in Deutschland
Technische Universität Berlin, Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (2023) Ökonomische Aspekte der Atomkraft
Green Budget Germany (GBG), Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V (2010) Staatliche Förderung der Atomenergie im Zeitraum 1950 – 2010
Kenfo Geschäftsbericht 2022
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (2023) Pressemitteilung Deutschland beendet das Zeitalter der Atomkraft
Zuständige Bundesminister:innen
Bundestagsabgeordnete aus den zuständigen Ausschüssen