Der von der EU beschlossene Verbrenner-Kompromiss für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge soll aufgehoben werden. Dafür soll die entsprechende EU-Verordnung 2023/851 entweder ganz gekippt werden oder darin sichergestellt werden, dass E-Fuels im Sinne der Emissionsfreiheit angerechnet werden können und 2035 nur zu 70% regenerativ sein müssen.1 2
Durch die Maßnahme werden keine Emissionen eingespart, sondern 40 Mt CO₂e mehr emittiert. Das entspricht 0,56 % des Sektors.
Es soll keine Technologie vorgegeben werden, sondern Klimaneutralität technologieoffen sichergestellt werden.1 Sollte die Verordnung weiter Bestand haben und E-Fuels bei der Anrechnung integriert werden, braucht es die Anpassung der Anforderung, dass nur 70 % regenerativ sein müssen, weil 2035 100 % klimaneutral noch nicht möglich sein wird.3
In den Verhandlungen zum Verbrenner-Kompromiss wurde zugesagt, dass die Kommission einen Vorschlag machen werde, wie CO2-neutrale Kraftstoffe im Sinne der Emissionsfreiheit angerechnet werden können (Erwägungsgrund 11 der Verordnung). Dies ist aber noch nicht verbindlich.
Quelle: EU-Verordnung 2023/851
2050 – mit dem Aufbau massiver Kapazitäten von Erneuerbaren Energien und Kooperationen mit den Produktionsländern - können Effizienzverluste bei der Herstellung klimafreundlicher Kraftstoffe weniger ins Gewicht fallen, sodass auch für den Pkw-Bereich E-Fuels im kleineren Umfang übrig bleiben.
Quelle: Fraunhofer ISI et al. (2023)
Potentiale
Risiken
Ohne einen kohärenten und klaren Rechtsrahmen wird es nicht möglich sein, Investitionen anzuziehen, um ein industrielles Ökosystem für emissionsfreie Mobilität in Europa zu schaffen und im globalen Wettbewerb zu skalieren. Deutsche Hersteller könnten so gezwungen sein ihre E-Autos auch für den heimischen Markt in China zu bauen. Autohersteller wie die Renault-Gruppe, Volvo, Ford warnen zudem die EU vor einer Rücknahme des Verbrenner-Aus.
Quelle: ecomento (2024)
CDU/CSU (2023): Klimafreundliche Kraftstoffe nutzen – Technologieoffenheit gewährleisten. Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag.
CDU/CSU (2023b). Verkehrsminister Wissing scheitert als Retter des Verbrenners. Pressemitteilung // 06.12.2023
Euractiv (2023): Wissing: E-Fuels werden bis 2035 nicht CO2-neutral sein
Fraunhofer ISI (2023): Mobilizing Europe’s Full Hydrogen Potential: Entry-Points for Action by the EU and its Member States. HYPAT Discussion Paper 05/2023.
ecomento (2024): Dudenhöffer: Aus für Verbrenner-Aus würde Autoindustrie „zerstören“
Zuständige Bundesminister:innen
Bundestagsabgeordnete aus den zuständigen Ausschüssen
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