Für eine signifikante Steigerung des Windkraftausbaus, müssen die Investitionsbedingungen optimiert werden. Dies beinhaltet die Einführung von symmetrischen Marktprämien (Contracts for Difference) zur Absicherung gegen Einnahmerisiken und die Unterstützung durch langfristige Stromlieferverträge (PPAs) mit staatlichen Garantien, um den finanziellen Herausforderungen, insbesondere in Zeiten steigender Zinsen, entgegenzuwirken.
Die Optimierung der Investitionsbedingungen für den Ausbau von Windkraftanlagen ist entscheidend, um das Ziel eines klimaneutralen Stromsystems zu erreichen und die Energiewende voranzutreiben. Durch die Einführung von symmetrischen Marktprämien und die Bereitstellung staatlicher Garantien für langfristige Stromlieferverträge können Investitions- und Einnahmerisiken effektiv minimiert werden. Diese Maßnahmen fördern nicht nur den notwendigen massiven Zubau von Windenergie, sondern tragen auch dazu bei, Finanzierungskosten zu senken und die Wirtschaftlichkeit von Windkraftprojekten in einem volatilen Marktumfeld zu sichern.
Niedrige Markterlöse für neue Wind- und Solarkraftwerke werden erwartet, sobald in den kommenden Jahren ausreichende Flexibilitätsoptionen fehlen.
Quelle: Agora Energiewende (2023)
Ausführliche Maßnahmenbeschreibung
Die Einführung von Contracts for Difference (CfDs) Marktprämien garantieren eine feste Vergütung über die Marktprämie hinaus und schützen somit vor negativen Preisentwicklungen, was die Planungssicherheit für neue Windenergieprojekte erhöht. Darüber hinaus spielen langfristige Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements, PPAs), unterstützt durch staatliche Garantien, eine entscheidende Rolle, indem sie eine direkte und langfristig gesicherte Abnahme des erzeugten Stroms zu vereinbarten Preisen ermöglichen. Dies verringert das Risiko für Investoren und macht die Finanzierung von Windkraftprojekten attraktiver, insbesondere in einem Umfeld, in dem traditionelle Finanzierungsmodelle durch steigende Zinsen herausgefordert sind. Zusätzlich wird durch die Vereinfachung von Regelungen für Eigenverbrauch und lokale Energieversorgungskonzepte die Integration von Windenergie in das bestehende Energieversorgungssystem erleichtert, wodurch sich weitere Synergien für eine effiziente und nachhaltige Energieerzeugung und -nutzung ergeben. Diese umfassenden Maßnahmen tragen dazu bei, die notwendige Dynamik für den Ausbau der Windenergie zu erzeugen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz dieser Technologie zu steigern.
Potentiale
Zukünftige Maßnahmen zielen darauf ab, die mit den kostengünstigsten Energieerzeugungstechnologien verbundenen Einnahmerisiken zu verringern, um die finanzielle Vorhersehbarkeit für Anlagenbetreiber zu verbessern. Dies erhöht die Investitionsattraktivität in effiziente Technologien wie Wind- und Solarenergie und fördert eine stabile, wettbewerbsfähige Energieversorgung.
Quelle: Agora Energiewende (2023)
Studien des DIW Berlin belegen, dass Differenzverträge ("Contracts for Differences") eine effektivere Absicherung gegen Strompreisrisiken für Erzeuger und Verbraucher erneuerbarer Energien bieten und die Finanzierungskosten für Projekte senken, was zu einer Reduktion der Stromgestehungskosten um bis zu 30 Prozent führt und den Ausbau erneuerbarer Energien fördert.
Die Einführung von Differenzverträgen bietet eine effektive Absicherung für alle Stromkunden, sowohl private Haushalte als auch Unternehmen, und führt in Phasen hoher Strompreise zu erheblichen Einsparungen auf deren Rechnungen. Wären Investitionen in erneuerbare Energien bereits mit Differenzverträgen statt gleitenden Marktprämien vergütet worden, hätten sich die Stromkosten 2021 um 1,7 Milliarden Euro und von Januar bis Juli 2022 um weitere fünf Milliarden Euro verringert, ohne den Staatshaushalt zu belasten, was die Attraktivität und soziale Relevanz dieses Absicherungsinstruments unterstreicht
Risiken
Da es sich um Flexibilitätszahlungen handelt, könnte sehr stark schwankende Preise dazu führen, dass hohe staatliche Förderungen die Schwankungen ausgleichen muss.
Seit 2014 setzt Großbritannien ein ähnliches Modell ein, bei dem (Rück-)Zahlungen durch die staatliche Low Carbon Contracts Company auf die Stromlieferanten verteilt werden, proportional zum Stromverbrauch. Dies ähnelt der bisherigen EEG-Umlage in Deutschland, kann allerdings auch negative Werte annehmen.
Agora Energiewende (2023). Simon Müller et al., Klimaneutrales Stromsystem 2035, S. 16
Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (2022), WOchenbericht 35 2022
Bundesverband Erneuerbare Energien (2022). Auswirknugen einer möglichen Einführung von Contracts for Difference auf Erneuerbare Energien am Strommarkt
Zuständige Bundesminister:innen
Bundestagsabgeordnete aus den zuständigen Ausschüssen
Seit 2014 setzt Großbritannien ein ähnliches Modell ein, bei dem (Rück-)Zahlungen durch die staatliche Low Carbon Contracts Company auf die Stromlieferanten verteilt werden, proportional zum Stromverbrauch. Dies ähnelt der bisherigen EEG-Umlage in Deutschland, kann allerdings auch negative Werte annehmen.
Agora Energiewende (2023). Simon Müller et al., Klimaneutrales Stromsystem 2035, S. 16
Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (2022), WOchenbericht 35 2022
Bundesverband Erneuerbare Energien (2022). Auswirknugen einer möglichen Einführung von Contracts for Difference auf Erneuerbare Energien am Strommarkt
Zuständige Bundesminister:innen
Bundestagsabgeordnete aus den zuständigen Ausschüssen